Wein aus dem Bordeaux
Das Weinanbaugebiet Bordeaux
Bordeaux (französisch Bordelais) ist das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt für hochwertigen Wein. Es gibt etwa 4.000 Weingüter, die zumeist Château genannt werden. Die Weingüter gehören jeweils in bestimmte Subregionen und Appelationen. Für diese Regionen und deren Komunen gelten wiederum verschiedene Klassifikationen, die den Wert des Hauptweins eines jeden Chateau benennen.
Typisch für das Bordeaux sind die trockenen, langlebigen Rotweine, die im Médoc fruchtiger und in Saint-Émilion und Pomerol sanfter und körperreicher ausfallen. Knapp 20 % der Produktion entfällt auf Weißwein. Die Spitze stellen die edelsüßen Sauternes und Barsac dar. Die charaktervollsten trockenen Weißweine stammen aus dem Bereich Graves südöstlich von Bordeaux.
Die Unterregionen im Bordeaux
Das Weinbaugebiet von Bordeaux liegt im Mündungsgebiet der Flüsse Garonne und Dordogne genau auf dem 45. nördlichen Breitengrad im Südwesten Frankreichs. Die an der Mündung liegende große Hafenstadt Bordeaux ist Namensgeber der Weinregion und war lange Zeit der beherrschende Umschlagsort für den Wein und Sitz für die großen Weinhandelshäuser.
Die Region lässt sich in deutlich unterscheidbare Gebiete einteilen.
Am linken Ufer der Gironde (so heißen Garonne und Dordogne nach ihrem Zusammenfließen) Medoc / Haut Medoc mit den Gemeinden Pauillac, Saint Julien, Saint Estephe, Margaux, sowie Moulis und Listrac. Südlich von Bordeaux am linken Ufer der Garonne Graves und Pessac Leognan, sowie Sauterne und Barsac.
Am rechten Ufer der Dordogne das Libournais mit Saint Emilion und Pomerol.
Ferner gehören zum Bordeaux noch die Gebiete am rechten Ufer der Gironde Blayais und Bourgeais und zwischen Garonne und Dordogne Entre-Deux-Mers.
Boden und Klima im Bordeaux
Das gesamte Weinbaugebiet ruht auf einem riesigen Kalksteinsockel aus dem Tertiär. Dieser tritt allerdings nicht überall zutage, sondern ist zumeist von eiszeitlichen Ablagerungen aus Sand und Kies bedeckt. Sie wurden von den Flüssen Isle, Dordogne und Garonne herangetragen. Im Médoc können sie mehrere Meter dick werden. Diese Kiessandkuppen ermöglichen eine tiefe Einwurzelung der Reben bei hervorragendem Wasserabzug. Auf ihnen wachsen daher die meisten Spitzenweine, die Grands Crus. Die tieferen Böden in unmittelbarer Lage der Flüsse (Palus) sind dagegen für den Qualitätsweinbau ungeeignet.
Im Libournais sind die Verhältnisse komplizierter. In Saint-Émilion bietet das Kalkplateau ebenfalls hervorragende Bedingungen für die Reben. Andere Spitzengewächse wachsen dort auf Molasse, im benachbarten Pomerol teilweise auf Kiessand, aber auch auf Lehmböden. Bemerkenswerterweise gibt es auch einige Spitzenweine, die auf durchfeuchteten Böden stehen. Dies trifft für einige Châteaux von Pomerol, Graves und Sauternes zu.
Der nahe Atlantik sorgt für ein mildes, ausgeglichenes Klima ohne extreme Temperaturschwankungen. Die großen Wasserläufe und das ausgedehnte Waldgebiet der Landes üben zusätzlich eine ausgleichende Funktion aus. Die unterschiedlichen Standorte (Hanglage und Geländebeschaffenheit) allerdings schaffen viele Bereiche mit eigenem Mikroklima.
Charakteristisch sind in der Regel frostfreie Winter, feuchte Frühjahrsmonate und sonnige Sommer von Juli bis Oktober. Die mittlere Sonnenscheindauer pro Jahr beträgt ca. 2000 Stunden bei einer Niederschlagsmenge von ca. 900 mm. Das Klima variiert jedoch von Jahr zu Jahr sehr stark, so dass die Qualität der Jahrgänge sehr unterschiedlich ausfällt.
Alter Wein aus jedem Jahr aus den berühmten Subregionen des Bordeaux. Die Weinanbauregion Bordeaux (französisch Bordelais genannt) besteht aus mehreren Subregionen.
Die Unterregionen des Bordeaux sind zumeist nach den in ihnen liegenden Gemeinden benannt, wie zum Beispiel Pauillac, Margaux, Saint Emilion und Saint Estephe. Die französische Bezeichnung für eine Unterregion heißt Appellation.
Ein Wein, der den Namen der Bordeauxregion auf dem Etikett trägt, ist ausschließlich aus Trauben dieser Weinregion gekeltert.
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